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Es deutet einiges darauf hin, dass die Versorgungskrise, welche eine Knappheit von Lebensmitteln, Energie, Gas und Wasser verursachen könnte und den Lebensbereich europäischer Bürger direkt betrifft, bewusst herbeigeführt wird. Ein Gastbeitrag von Felix Feistel.

Schon seit Beginn der militärischen Operation Russlands in der Ukraine warnen Politiker und Medien im Westen, dass diese die Versorgungssicherheit der Welt mit Nahrungsmitteln gefährde. Dennoch ergreifen sie absurde Sanktionsmaßnahmen, überlegen, ein Öl- und Gasembargo gegen Russland zu verhängen, obwohl westliche Staaten, vor allem in Europa, vollkommen abhängig von russischen Energieträgern sind. Damit verschärfen sie vorsätzlich eine ohnehin bestehende Krise. Das ergibt nur dann Sinn, wenn man als Prämisse annimmt, dass es nicht um die Bestrafung Russlands geht. Zudem legen westliche Regierungen in eigenen Ländern Programme auf, welche das Ziel, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, zumindest fragwürdig erscheinen lassen.

Schon ziemlich bald nach Beginn der militärischen Operation Russlands in der Ukraine haben sich Vertreter westlicher Staaten zusammengesetzt und eine Sanktionsrunde nach der anderen vereinbart. Beinahe im Wochentakt wurden neue Strafmaßnahmen beschlossen, ohne den vorherigen überhaupt die Zeit zu geben, eine Wirkung auf den angeblich zu Strafenden zu entfalten. Dieser Effekt blieb dann auch weitestgehend aus.

Nach anfänglichen Schwankungen steht der Rubel mittlerweile besser da als je zuvor. Russland baut die wirtschaftlichen Beziehungen zu einer Reihe großer Volkswirtschaften wie Indien aus und beendet ganz nebenbei die Vorherrschaft des US-Dollars als Leitwährung. Ohnehin wollen sich die wenigsten Staaten dem westlichen Sanktionswahn anschließen. Sie ziehen Neutralität oder klare Stellungnahmen zugunsten Russlands vor.

All das hält die EU und die USA jedoch nicht davon ab, an ihrem Kurs festzuhalten. Statt Einsicht und vernünftige Diplomatie walten zu lassen, wird sogar ernsthaft darüber nachgedacht, vollständig auf russisches Öl und Gas zu verzichten, mit dem Ergebnis, dass Russland nun anfängt, Westeuropa den Gashahn abzudrehen. Da wir von diesem Gas und Öl ökonomisch abhängig sind, ist das nichts als wirtschaftlicher Selbstmord.

Versorgungskrise in Europa: So gewollt und aktiv herbeigeführt.