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Die meisten bisherigen Studien haben aber schwere inhärente Fehler. Sie beruhen auf Erhebungen in der Bevölkerung zu bestimmten Zeitpunkten nach der Infektion, verfolgen aber nicht den Verlauf von Long Covid für dieselben Personengruppen über einen längeren Zeitraum. Und vor allem, werden sie nicht verglichen mit Zuständen nach anderen Infektionen. Über ein solche Vergleichsstudie hat TKP kürzlich berichtet, deren Ergebnis war, dass eine Corona Infektion praktisch vor Long Covid schützt. Denn – die Corona-Infizierten hatten deutlich weniger Long Covid Symptome als Patienten nach Infektion mit anderen Viren.

Eine im Lancet veröffentlichte prospektive kontrollierte Studie von Snehal M. Pinto Pereira et al mit 7000 Kindern und Jugendlichen (5000 Covid-positiv und 2000 Covid-frei) über den Zeitraum von einem Jahr nach der Infektion im Jahr 2020 bis März 2021 trägt den Titel „Natural course of health and well-being in non-hospitalised children and young people after testing for SARS-CoV-2: A prospective follow-up study over 12 months“ („Natürlicher Verlauf von Gesundheit und Wohlbefinden bei nicht hospitalisierten Kindern und Jugendlichen nach einem Test auf SARS-CoV-2: Eine prospektive Follow-up-Studie über 12 Monate“) Die Ergebnisse sind sehr überraschend und stellen unser Verständnis von Long Covid völlig auf den Kopf.

Symptome, die Long Covid zugeschrieben werden, haben andere Ursachen, die nichts mit der Covid-Infektion zu tun haben. So sind junge Menschen wahrscheinlich von den stressigen sozialen Auswirkungen der Pandemiepolitik betroffen, zu denen Schließungen, der Verlust von Schulstunden, Interaktionen mit Gleichaltrigen, unzureichende medizinische Versorgung, Maskierung usw. gehören. Mit anderen Worten, die Pandemiepolitik hat die Situation für junge Menschen eher verschlechtert statt verbessert.

Große Lancet-Studie stellt falsche Long Covid Behauptungen richtig